7 Kommentare zu “Der Kreisamtstierarzt informiert. Dr. Jochen Weins zum Thema: Infektiöse Anämie bei Pferden

  1. Pingback: Der Kreisamtstierarzt informiert. Dr. Jochen Weins zum Thema: Infektiöse Anämie bei Pferden « PAUL DÜSTER

  2. sehr geehrter herr weins,
    ich bin seit mehr als 1o jahren mitglied mit meinen pferden in der tierseuchenkasse, und ich bedaure es sehr, daß ich von den fällen der infektiösen anemie ,von den von ihnen angeprangerten Ponyhaltern in den Sumpfgebieten informiert worden bin . Nach den ganzen Beiträgen die ich über die Jahre hinweg bezahlt habe würde ich eine Information, über die Infektiöse Anemie ihrerseits , doch vorraussetzten.

  3. Sehr geehrte Frau Widdau

    auch wir haben 2 Pferde mit 2 Reitplaketten und sie sind bei der Tierseuchenkasse registriert. Aber es ist halt bei vielen Pferdebesitzern so, dass diese sich nicht bei der Tierseuchenkasse registrieren lassen (können), weil diese Pferdehalter keine Reitplakette haben und somit nicht beim Kreis EU registriert sind.
    Leider wehren sich viele Pferdebesitzer gegen die Plakette, weil es in ihrer Gegend überhaupt gar keine Reitwege gibt. In der Eifel gibt es noch viele private Waldbesitzer und deren Wege verdienen die Bezeichnung (Weg) leider manchmal nicht……Ohne Kettensäge oder ein wirklich geländegängiges Pferd ist man bei manchen Ausritten wirklich machtlos…
    Nur in Geländen mit Reitwegen sind wir bisher von Förstern kontrolliert worden, ob unsere Pferde eine Plakette tragen. Die Pferdebesitzer kaufen sich ein Pferd und niemand erfährt etwas davon. Viele Halter haben von einer Registrierung bei der Tierseuchenkasse oder beim Kreis ebenfalls noch nichts gehört. Und dies sind die Leute die Herr Dr. Weins vielleicht etwas zu drastisch mit den „Ponyhaltern auf den Sumpfwiesen“ gemeint hat.

    Herr Dr. Weins befürchtet zu Recht, dass im Falle einer Ansteckung bei diesen Pferden beispielsweise niemand von den Behörden rechtzeitig etwas davon erfährt. Ich traue einigen Pferdebesitzern durchaus zu, das verendete Pferd vom Abdecker abholen zu lassen, ohne nach der Todesursache zu forschen bzw. den Tierarzt hinzu zu ziehen. In den 4 Jahren seit ich hier in der „Pferdediaspora“ wohne sind 2 Pferde verendet. Aussage der Halter dazu: „Nunja, vielleicht ein Hirnschlag oder eine nicht bemerkte Kolik.“

    Eine Erfassung dieser Halter kann meines Erachtens nur über die Tierärzte oder die Hufschmiede erfolgen, denn in geschätzten 95% aller Fälle wird ja doch mal im Laufe des Pferdelebens vom Besitzer ein TA oder ein Schmied gerufen. Ob alle Fohlen wirklich den vorgeschriebenen Transponder erhalten und somit in Zukunft automatisch bei allen Behörden registriert sein werden, bezweifele ich. Außerdem dauert das ja auch wohl noch bis die vor 2007 geborenen Pferde hier im Kreis verendet sein werden.

    Ob es Aufgabe der Tierseuchenkasse ist alle Halter von ansteckenden Krankheiten zu informieren glaube ich nicht: Hier ein Auszug aus der Internetseite: Die Tierseuchenkasse NRW gehört als Sondervermögen zur Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, Beiträge von den Tierhaltern in Nordrhein-Westfalen zu erheben, um damit beim Auftreten einer Tierseuche Entschädigung zu leisten und Beihilfen für vorbeugende Maßnahmen anzubieten.
    Es ist in meinen Augen verantwortungslos ein Pferd zu halten ohne jegliche Ahnung und Kenntnis über Pferde, Haltung, Krankheiten aber auch Meldepflichten. Und das muss ich leider in den 4 Jahren hier mit Schrecken und Entsetzen täglich feststellen. Pferde die noch nie einen Zahnarzt gesehen haben, selten einen Tierarzt, oft in Einzelhaltung ihr Dasein fristen oder mit Kühen oder Schafen zusammen…und…und..und

    Daher verstehe ich die etwas drastische Aussage von Herrn Dr. Weins. Ich vermute, er sieht dieses Pferdeelend wöchentlich und weiß wovon er spricht. Und es ärgert ihn zu Recht, dass es solche verantwortungslose Tierhalter gibt, welche auch unsere Pferde im Falle einer Infektion gefährden würden.

    • Hallo Anja, darf ich wohl bei Namensgleichheit sagen… ich sehe schon das Problem der Tierseuchenkasse ( zu wenig Geld) und auch des Herrn Weins , aber das Problem mt den nicht gemeldeten Pferden ist ja nichts neues. Nur…….wenn eine infektiöse Anämie quasi vor der Haustür steht erwarte ich von einem Amtsveterinär eine genaue Auskunft, in meinem speziellen Fall gab es diesen Verdacht etwa 2km von meinen Pferden(von den Besitzern mir bestätigt). Eine Anfrage beim Vet.- Amt besagte nur es gibt keinen Fall, mitlerweile hat sich dieser Fall auch nicht bestätigt,( Blutergebniss war negativ) aber,… es gab einen Verdachtsfall… es gibt im Umkreis noch einige Pferde bei denen das Untersuchungsergebniss aussteht, …..und wenn dann die Nachfrage auf Durchführung einer Großveranstaltung hinsichtlich des Pferdesports gestellt wird und es wird dann mehr oder minder nur auf den sinnlosen Pferdetransport hingewiesen, sehe ich das ein wenig an der eigentlichen Problematik vorbei geredet…., weiterhin sind mir Fälle bekannt von Pferdehaltern die desolate Zustände bei anderen Pferdehaltern gemeldet habe, die Aufgabe des Vet.-Amtes wäre , sich solche Zustände anzuschauen,…nur wenn ich solche Aussagen höre wie `“ kann leider nicht auf die Wiese, weil ich hab keine Stiefel an oder ähnliches , da ….
      Ich hätte mir vom Veterinäramt einfach gewünscht, das ich, als nicht sinnloser Vermehrer oder Halter von Pferden, einfach gut informiert werde, und das ist in keinster Weise geschehen, weder schriftlich noch telefonisch.

  4. Hallo,
    also wir haben 4 Pferde beid der Tierseuchenkasse gemeldet, aber nur 3 haben eine Reitplakette. (Weil ein Pferd ist noch zu jung) Also das eine hat mit dem anderen nix zu tun! Und die Beiträge zur Tierseuchenkasse sind doch nu wirklich ein Witz. Bei dem was ein Pferd kostet, fällt das nu wirklich nicht ins Gewicht. Also der beitrag denk ich ist nicht das Problem. Was das Problem ist, dass viele Leute nicht wissen warum sie Beiträge zur Tierseuchenkasse zahlen sollen. Denn bei Rindern, geflügeln und Schafen hört man öfter von Seuchen und das ganze Bestände getötet werden müssen. Zahlt die Tierseuchenkasse denn eine Entschädigung, wenn ein (oder mehrere)Pferde aufgrund der Infektiösen Anämie getötet werden müssen?

    • Liebe Pferdehalter,
      ich wollte keineswegs ernsthafte Pferdeinteressierte und -halter beleidigen oder vor den Kopf stoßen. Wir haben aber die Situation, dass wir siet vielen Jahren mindestens 1 Pferdehaltung pro Jahr auflösen müssen, weil die Tiere völlig vernachlässtgt werden, u.a. weil die Besitzer keine Ahnung, kein Geld und keinen Plan haben, außer dem, dass sie unbedingt ein, in der Regel allerdings mehere Pferde halten wollen. Das sind dann meist Tiere, die kein Halfter, keinen Hufschmied und keinen Tierarzt kennen und ihr Leben auf einem 50 qm Paddock im Hinterhof oder auf Brennessel und Distelbewachsenen Steilhängen fristen dürfen. Das meine ich mit sinnfreier Pferdehaltung.
      TSK und Reitplakette sind tatsächlich zwei verschieden Dinge, wobei der Sinn der Tierseuchenkasse für Pferde derselbe wie bei Rindern ist. Es geht um eine Minimierung des wirtschaftlichen Schadens im Falle einer Seuche, d. h im Falle der EIA muss ein positives Pferd getötet werden. Das macht dann schon einen Unterschied, wenn man dann als nicht gemeldeter Tierhalter sämtliche Untersuchungs- Tötungs- Tierarzt- und Entsorgungskosten selber tragen muss, oder ob man im Falle einer ordnungsgemäßen Meldung bis zu knapp 6000 € Entschädigung inklusive vollständiger Kostenübernahme durch die TSK erhält! Ganz abgesehen davon, was als Schadensersatzforderungen im Falle einer über 3-Monatigen Bestandssperre z. B. einer Besamungsstation, eines Gestüts oder eines großen Sportbetriebs gestellt werden könnten.
      Natürlich kann eine Entschädigung in o.a. Höhe für ein wertvolles Tier im 6 oder 7-stelligen Bereich den halter letztlich auch nicht zufriedenstellen.

      Ansonsten möchtze ich der wachsenden Gerüchteküche insoweit entgegenwirken, als dass im Falle eines positiven Befundes oder irgendwelcher größerer Sperrmaßnahmen die Bevölkerung selbstverständlich über die Medien und unsere Homepage informiert werden würden.
      Ihr Dr. Weins

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